Tage der Wahrheit - ein EHRLICHER WettkampfsberichtAls aller erstes möchte ich natürlich dem OK-Team rund um Max Hofstätter und Herwig Reupichler zu diesem einzigartigen Event in Österreich gratulieren.
Drei Tage- jeden Tag am Limit (naja nicht ganz ) – die Wahrheit kommt ans Licht. Aber auch die Personen im Hintergrund, ohne die dieser Wettkampf nicht zustande kommen würde möchte ich ein ganz großes DANKESCHÖN aussprechen! Ohne euch wäre dieses Fest nur halb so schön.
Schwimmen: 1,5Kilometer im UnionbadIch hatte das große Vergnügen mit Andreas Kopeinig die Bahn zu teilen, der mit Sicherheit einer der besten Schwimmer auf der Kurzdistanz in Östterreich ist. Da er letztes Jahr in der Staffel eine Zeit unter 18:00 Minuten geschwommen ist habe ich gewusst, dass es nicht wirklich sinnvoll sein wird wenn ich mit ihm mitziehe. Ich habe ein Tempo angeschlagen, dass mir nicht all zu weh tat und versuchte es so gut wie möglich durchzuschwimmen. Wenn ich mit Andi mitgegangen wäre bin ich mir relativ sicher, dass ich bei spätestens 1000m richtig eingebrochen wäre, somit empfinde ich meine Entscheidung für richtig. Es ist nunmal ein großer Unterschied ob du alleine in einer Bahn schwimmst und ganz ohne Wasserschatten dein Rennen bestreiten musst, oder eben im See wo du einen Wasserschatten hast und nur mitbeisen musst. Ich bin jedoch sicher, dass ich diese 1,5 Kilometer schneller als 18:46min schwimmen kann, wenn die äußeren Bedingungen (stärkere Schwimmer vor mir, Neopren usw.) stimmen.
Bottomline Schwimmen: Ich bin mit der Zeit nicht unzufrieden, 1:15min Schnitt ist nicht schlecht, aber wie gesagt ich weiß, dass ich es besser kann.
Nacht der AthletenNatürlich war ich auch dort, da viele Freunde dort waren und meine Anwesenheit als Dritter des Schwimmens mehr oder weniger verpflichtend war (-:. Ich möchte auch noch kurz auf meine ...Wortspende zu sprechen kommen, wie ihr wisst, habe ich da mehr als schlecht ausgesehen, aber ich habe mich doch recht gut herausgewunden denke ich. Ich war schon in der Schulzeit der Typ, der sich eher im Hintergrund bei Referaten aufgehalten hat. Meine bevorzugten Aufgaben waren beim Referat ausarbeiten gar nichts zu tun und bei der Präsentation dann das Plakat zu halten. Jedenfalls wurde ich dann an diesem besagten Abend zu einem Thema gefragt wo ich einfach keine Antwort wusste und ich muss auch ganz ehrlich gestehen, dass ich nicht wirklich aufgepasst habe, was Faris von sich gegeben hat, da ich mich auf andere Dinge konzentrierte und dann....als der werte Herr Kommentator sich zu mir wandte habe ich mir nur gedacht: „BITTE NET!!“ Ich muss auch ganz ehrlich gestehen, dass ich rhetorisch nicht der Größte bin und ihr aus meinen Texten sehr wohl merkt, dass sie doch relativ basic sind...und wenn du dann vor einer großen Menge stehst, spätenstens dann verlässt dich deine rhetorische Komponente blitzartig und es verlangt auch sehr viel Training und Übung, dass man vor größeren Menschenansammlungen souverän rüberkommt. Großes Lob an Bernd Krainbucher an dieser Stelle, er hat seine Aufgabe wie schon im letzten Jahr hervorragend gemeistert.
Radfahren: Neue Strecke- neue Herausforderung!Im Raum Friesach wurde eine Pendelstrecke die mehrere Male zu durchradeln war errichtet. Flach und schnell sollte sie sein, bei mir war sie nur flach! Ich habe mich seit dieser Saison der Mitteldistanz verschrieben und daher habe ich auch auf dem Rad sehr viele Kilometer im Trainig heruntergespult. Aber...meine Position ist alles andere als perfekt, da meine Gabel leider zu kurz abgeschnitten wurde und Mundl
www.raimundpucher.at es noch nicht geschafft hat mir meine perfekte Position einzustellen. „Da Ziaga ziagt no net!“, wie Raimund es formulieren würde. Mit diesen Vorraussichten bin ich nicht wirklich optimistisch auf die 40km Strecke gegangen. Ich habe dennoch versucht die ganze Strecke in der Aeroposition zu bestreiten, aber wenn dir der Nacken vom Vorschauen wehtut macht es nicht soviel Spaß! Dennoch bin ich relativ gut durchgefahren und bin schließlich im Gesamtranking 6. geworden, dass hat schon gepasst, wenn man von meinen „vielzitierten“ äußeren Bedingungen (Position) einmal absieht.
Nochmals Gratulation an Max Renko, er hat die Konkurrenz einfach nur vernichtet! Eine Minute schneller als Swen Sundberg und 2:06 Minuten (!!!) schneller als der Hawaiisieger 2005- no further comment needed. Richtig stark, Max!!
Laufen: 10 Kilometer auf der Bahn25 Runden auf diesem von mir sehr geliebten Oval! Ich hatte natürlich groß angekündigt (dazu später noch) eine Zeit um die 32:30 min zu laufen. Gekommen ist es ein bisschen anders. Ich habe bei meiner Garmin meinen virtuellen Partner auf 3:16min pro Kilometer eingestellt, was sehr sehr ambitioniert ist, aber im Machbaren. Nach den ersten...4 Kilometern habe ich schon gemerkt, dass weder das Fleisch noch der Geist willig sind und habe mehr oder weniger komplett abgestellt, man hat es auch an meinem Gesichtsausdruck ablesen können, dass ich mich zu 100 Prozent anstrenge. 35:59 min sprechen für sich, dass war ein bisschen intensiverer Trainingslauf für mich, mehr war das nicht.
Abschließende WorteIch bin als Triathlet, aus meiner Sicht, sicher um etliches höher einzustufen als es diese Wochenende zu Tage gebracht hat. Meine Zeit als Radfahrer, manche werden es nicht glauben als meine Preformance am Rad sahen, aber ja, ich war drei Jahre Rennradfahrer bei Rapso Knittelfeld, sind schon lange vorbei und daher sind die Tage der Wahrheit, wo du drei Tage hintereinander 100 Prozent geben musst, im Radsport zum Beispiel bei einer Rundfahrt kein Thema mehr.
Ich werde in den Jahren als Staffel- schwimmer/ radfahrer/ läufer gern einspringen und bei der Organisation oder Längenzähler im Unionbad sicher dabei sein, aber nicht als Athlet. PERIOD!! Und eine Sache habe ich an diesem Wochenende auch gelernt!! Ich bin kein Hellseher der in die Zukunft blicken kann, denn dann wäre ich nicht Triathlet, sondern hätte ein Penthouse in Beverly Hills mit den passenden äußeren Bedingungen: fünf Frauen!! Es war wirklich eine Lehre, aber wie das kleine Kind, dass einmal auf die Herdplatte greifen muss, musste ich auch das Vorhersagen von Zeiten lernen! Das werde ich nicht mehr machen. Ich werde bei jedem Wettkapf mein bestes geben und dann werde ich mir die Zeiten anschauen und nicht vorher, vorher spreche ich nur mehr mit meinen engsten Vertrauten (Eltern, Trainer) über mögliche Zeiten. Ich hab dabei was gelernt.
Natürlich habe ich auch schon etliche Prognosen für St. Pölten abgegeben, mein Ratschlag: „Freunde, vergesst es, abgerechnet wird auf Ziellinie und nicht vorher!“ Ich möchte allen Athleten die bei den Tagen der Whrheit mitgemacht haben hezlichst zu ihren großartigen Leistungen gratulieren, wir sehen im nächsten Jahr sicher wieder, aber ich nur mehr in der Staffel- for sure!
See u in the arena!
Cheers, Vinc